Frühstückstreffen für Frauen 2014

Über 40 Frauen aus der Region fanden sich zum Frühstückstreffen in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Burgbernheim ein. Das Thema lautete dieses Mal „Wer bin ich? – Bin ich wer?“ Zunächst erfreute ein reichhaltiges Buffet die Gemüter,
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anschließend begrüßte Sabine Hoch, Moderatorin der Veranstaltung, die Referentin Johanna Scheller. Die Pfarrersfrau und Dipl. Religionspädagogin hält seit fast 10 Jahren Vorträge und ließ sich gerne zu diesem Referat nach Burgbernheim einladen.
Die Frage lautet im ersten Teil „ Wer bin ich?“ Die Antwort darauf erscheint zuerst einmal recht einfach. Name, Geschlecht, Alter, Wohnort, Familienstand, Beruf etc. sind wohl Dinge die uns allen auf Anhieb einfallen. Doch wer wir eigentlich sind, berührt dies wohl nur oberflächlich.
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In jedem Fall ist jeder Mensch einmalig, einzigartig, ein Original, von Gott gewollt und erdacht. Jeder besitzt eine eigene unverwechselbare Identität. Diese Identität ist wichtig. Identität bedeutet innerlich übereinzustimmen, identisch sein mit sich selber. Wir sollen die sein, die wir sind. Um aber dahin zu gelangen und zu einer reifen Persönlichkeit heranzuwachsen, müssen wir erkennen, was uns geprägt hat und durch wen wir geprägt wurden. In der hierfür entscheidenden Zeit, der Kindheit, begleitet uns unsere Familie beim Heranreifen.
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Was habe ich mitbekommen, welche Gaben hatte ich und wurden Sie gefördert oder wurden mir Grenzen gezogen? Bin ich in einer liebevollen Atmosphäre groß geworden oder war es das genaue Gegenteil? Dies sind nur einige der Fragen, die wir uns stellen sollten, denn keiner von uns wird sagen können, dass seine Entwicklung immer konfliktfrei war und dass er nie Schaden genommen oder Verletzungen davon getragen hat. Doch diese Schäden entpuppen sich als ein Hindernis auf dem Weg mit uns selber identisch zu sein. Wir haben vielleicht ein Gefühl der Minderwertigkeit, könnten innerlich unsicher sein oder uns unbedeutend fühlen. Dies sind nur einige der Probleme, die wir alle im Gepäck mit uns herumtragen und die unser Selbstwertgefühl beeinflussen. Aus diesem Grunde sollte man seinen Werdegang gut reflektieren, erkennen, wo einem Schaden zugefügt wurde. Was nicht gut war, dürfen wir betrauern, sollten jedoch nicht in Selbstmitleid versinken. Wir müssen lernen zu akzeptieren, was wir auf unserem Weg mitbekommen haben, um dann einen Schritt weiter zu gehen. „Wer bin ich heute?“ Bin, ich was andere aus mir gemacht haben oder setze ich mich in Beziehung zu dem, was in meiner Vergangenheit passiert ist und gestalte aktiv mein Leben. In jedem Fall sollte ich die sein wollen, die ich bin. Ziel sei es deshalb die eigene Lebensgeschichte zu integrieren, sich damit wenn nötig auszusöhnen, die Dinge so anzunehmen wie sie sind ohne ständig etwas verändern zu wollen. Mit sich selbst Freundschaft zu schließen sei dabei ein wesentlicher Bestandteil und wichtiger Punkt, sich als wertvoll zu betrachten und den eigenen Wert zu erkennen. Die Frage: „Bin ich wer?“ kann und sollte man mit JA beantworten können.
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